Demobericht Leipzig 08.05.09

ES GIBT NICHTS ZU FEIERN AUßER DEN 8. MAI

Am heutigen Tag fand in Leipzig eine Demonstration unter dem Titel: Es gibt nichts zu feiern außer den 8.Mai der Leipziger Antifa (LEA) statt. An dieser Demonstration, welche am Bahnhof begann, durch die Innenstadt führte und in der Leipziger Südvorstadt endete nahmen ca. 350 Personen teil. Bereits zum Demobeginn wurde in verschiedenen Redebeiträgen auf die historischen Fakten im Zusammenhang mit dem 8. Mai hingewiesen und inhaltlich begründet warum die radikale Linke am 8.Mai feiern sollte. Musikalisch wurden vor allem Titel aus den 40er und 50er Jahren gespielt. Am ersten Kundgebungsort gab es einen Redebeitrag der Gruppe INEX (Initiative gegen jeden Extremismusbegriff), der vor allem kritisierte, dass der 8. Mai von der Linken als Feiertag begangen wird. Vielmehr sieht INEX den 8. Mai im deutschen Gedenkdiskurs verortet und als Ausgangspunkt des deutschen Projektes. Weiterhin wurde von der Gruppe EGAL aus Leipzig ein Redebeitrag zu Befreiung Leipzigs 1945 gehalten. Am neuen Rathaus wurde von LEA in einem Redebeitrag die Debatte um das Zentrum gegen Vertreibung in Berlin kritisiert. LEA dokumentierte zudem eine älteren Redebeitrag des BGR Leipzig zur Einweihung des Gördeler-Denkmals am neuen Rathaus, der an Aktualität nichts eingebüßt hat und deshalb unverändert vorgetragen wurde. Der Weg führte am LVZ-Gebäude vorbei und es gab zur Leipziger Volkszeitung ein paar kritische Worte, v.a. wegen der Monopolstellung und der Berichterstattung über Migrantinnen und Linke. Am Südplatz wurde die Demonstration schließlich aufgelöst. Ein Großteil der TeilnehmerInnen begab sich direkt zum danach beginnenden ROCK AM KREUZ.

Leipziger Antifa – LEA